#arbeit

Tag 4

Wie will ich Arbeiten?

Mein Studium nähert sich dem Ende und ich frage mich vermehrt, wie ich arbeiten will. Für mich gibt es drei Möglichkeiten:

Erstens: Ich arbeite selbstständig. Das bedeutet, dass meine Kunden, die ich bis jetzt als Studentin betreut habe, mir jetzt mehr zahlen müssen, da meine Lebenshaltungskosten fast um das doppelte steigen werden. Ich müsste viel Zeit in die Akquise von neuen Kunden investieren und meine Buchhaltung selbst machen. Dafür Arbeite ich dann wahrscheinlich mehr als ein Angestellter und verdiene jeden Monat einen anderen Betrag. Reichen wird es aber erstmal nicht. Selbstständigkeit muss man sich hart erarbeiten. Es wächst der Druck alle Jobs machen zu wollen. Wenn man das einige Jahre durchhält, kann man sich bestimmt bald die Jobs selbst aussuchen, die man machen will. Vorteil ist natürlich, dass man sich seine eigenen Projekte schaffen kann. Nachteil, dass man in dieser Zeit wieder nichts verdient.

Zweitens: Ich werde Angestellte. #arbeit Ja, das Angestelltenleben ist süß. Man bekommt hoffentlich genug Geld, um seine Studentenbude zu verlassen, in einen schöneren Bezirk zu ziehen und das Bafög abzubezahlen. Aber wer stellt heute noch ein? Die meisten größeren Firmen befristen den Vertrag nur auf ein Jahr und wenn sie einen dann einstellen müssten, schlagen sie einem eine Freelace-Karriere im Haus vor. Nicht sehr traumhaft. Ausserdem hätte man dann wahrscheinlich keine Zeit mehr sich nach anderen Projekten umzusehen oder Eigenes zu starten. In der Firma in der ich zur Zeit als Vertretung ab und zu arbeite, haben die meisten überhaupt keinen Bock auf ihren Job. Sie kommen ins Büro, meckern den ganzen lieben langen Tag über Kleinigkeiten und finden dann auch noch, dass sie zu wenig Urlaub haben. Blüht mir das, wenn ich einen unbefristeten Vertrag bekomme? Gebe ich meine Leidenschaft damit auf? Oder ist es das, worauf ich hinstudiert habe?

Drittens: Ich mache was völlig anderes. Und das in Halbzeit. Ich könnte mir einen Job suchen, der nicht viel mit meinem Beruf zu tun hat, aber ausreichend einbringt, dass ich mich auf meine eigenen Projekte konzentrieren kann. Dieser dürfte nicht zu anstrengend sein, damit ich später noch Lust habe mich kreativ zu betätigen. Vielleicht kellnere ich wieder oder arbeite in einem Geschäft…aber ehrlich gesagt, will ich auch das nicht.

Ich arbeite an verschiedenen Arbeitsplätzen. Den Computer habe ich natürlich immer dabei. Seit meinem Vordiplom mache ich Arbeitsplatz-Selfies. Hier meine Auswahl. #arbeit

Tag 7

Mein neues Atelier

Ich habe mich in ein neues Atelier eingemietet, passend zum Thema „Wie will ich arbeiten“. Ich will gern mit inspirierenden Leuten arbeiten, mit denen man ein gutes Fachgespräch aber auch ein Pläuschchen über ein Feierabendbier halten kann. Ich mietete mich bei Giulia, Lukas und Philipp ein, ein super Team von Gestaltern,#arbeit die ich aus der Uni kenne. Giulia war ein Semester im Ausland und bot mir ihren Platz zur Untermiete an. Ein Ladenatelier in Neukölln. Eingerichtet mit einem 2m x 2m großen Tisch, an dem an jeder Kante ein Arbeitsplatz ist. Im Winter war mir dort schrecklich kalt und der Weg war mir zu lang. Trotzdem war der Output jedes Mal sehr gut, wenn ich dort war.

Eine Illustration von Ekaterina Koroleva, mit der ich ab heute das Atelier teile. #arbeit

Tag 86

Denglish für Agenturfuzzis

Ich bin ab heute für die nächsten drei Tage für einen Werbejob gebucht #arbeitworden. Mein langjähriger Freund Henning gründet gerade seine eigene Agentur und hat das Rad bereits ins Rollen gebracht. Frag mich nicht wie, aber er hat einen – in meinen Augen – riesigen Job an Land gezogen. Dem entsprechend habe ich Respekt vor dem, was mich erwartet.

Tag 88

Betahaus im Antonia-Test

Zwei Tage saß ich mit Martin im Betahaus und habe für Hennings Projekt gearbeitet.#arbeit Martin ist selbstständig und arbeitet seit Februar regelmäßig im Betahaus.

Das Betahaus ist ein bekannter Coworking Space – ein Ort, an dem man gemeinsam arbeitet. Es gibt verschiedene Räume und Zonen in denen man allein oder auch im Team arbeiten kann. Martin hat seinen festen Schreibtisch und ein Abo abgeschlossen, dass ihm das Arbeiten an diesem Tisch garantiert. Alle, die in diesem Raum arbeiten sind fest im Betahaus angesiedelt. Man lernt sich kennen und nutzt die Synergien. Wir lernten Geoffrey aus England kennen, der hier ebenfalls als selbstständiger und als Team eines Startups arbeitet. Wir luden ihn zum gemeinsamen Mittagessen ein und erfuhren mehr über die Arbeit des Anderen.

Das Betahaus hat auch ein Café, wo man wunderbar zu mittag essen kann und sich mit Kleinigkeiten und Kaffee versorgen kann, wenn man zu hart arbeitet. Am Donnerstag Abend überraschte uns ein Bierzapfmobil mit Freibier. Martin erklärte mir, es handele sich um "Beta Beer" eine Feierabendveranstaltung zum gegenseitigen Kennenlernen. Zu dem gleichen Zweck dient auch das "Beta Breakfast" am Donnerstag. Man frühstückt gemeinsam und stellt sich den Anderen vor.

Das Betahaus ist eine Abwechslung zum privaten Atelier. Aber ich gebe zu, dass mich all die Menschen, die einem da tagtäglich über den Weg laufen, von der Arbeit ablenken.

Auch hier gibt es Arbeitsplatzselbsties. Am Anfang noch etwas skeptisch. Am Ende war ich vom Betahaus begeistert, natürlich auch wegen des guten Kaffees und des BB. #arbeit

Tag 91

Grüße von der Werbefront

#arbeit

Der Kunde ist König.

Tag 93

Spontanes Abendessen bei der heiligen Maria

Kurz vor Feierabend deckten David und ich uns noch schnell mit #arbeitBüromaterial bei Modulor ein. Die wärmste Empfehlung wenn es um Modellbau-Artikel oder Papier geht. Modulor ist ein inspirierender Ort.

Und wenn man bei Modulor viel Geld ausgegeben hat, will man etwas auf den Schock essen.