Als ich klein war, habe ich das alles gesehen. #wirklichalt

Tag 84

Sag mir was du schaust und ich sag Dir wer du bist

Ich schaue Serien, Du auch? Ja? Welche? Und dann folgt die endlos scheinende Auflistung an Titeln meist amerikanischer Fernsehserien. Ich glaube ich kenne im Moment niemanden, der einen Fernseher hat. Fernsehen ist tot – es lebe das Internet TV. Es lebe der Stream.

Als ich im Okt 2012 für ein Semester nach London ging, verließ ich nicht nur meinen Freund und meine Familie. Ich verließ meinen Fernseher mit Kabelanschluss. Schon immer liebte ich Fernsehen. #wirklichalt Der Fernseher stand seit ich denken kann in Papas Zimmer auf dem untersten Regalbrett, fast auf dem Boden. Und ich lag davor. Jeden Tag. Stunden lang. Ich schaute die Sesamstrasse, Hallo Spencer, die Sendung mit der Maus und natürlich das Sandmännchen. Später durfte ich den deutschen "Mickey Mouse Club" sehen und es kamen die "Ducktales", die "Gummibären", "Quax der Bruchpilot" und "Balu der Bär" und und und… Wie durch ein Wunder empfingen wir auf einmal RTL2. Geil. Da liefen die ganzen japanischen Animes. Erst verfiel ich "Sailor Moon", dann "Ranma 1/2" und auch "Pokemon" und noch viel schlimmer: "Digimon". Zu dieser Zeit hatte ich schon gelernt, dass man nicht alles laut sagen darf, was man sich so täglich reinfährt. "Star Trek", "Superman – die Abenteuer von Lois und Clark" und "Buffy" gehörten schon zum guten Ton. Gut, "Star Trek" jetzt nicht so, aber ich mochte es und verteidigte es vor allen. Die Animes zu schauen, trotz dem man bereits 14~15 Jahre alt war, sollte man eher geheim halten. Das hat irgendwie keiner verstanden.

Mit 16 Jahren traf man sich zum Filme schauen. Tonnenweise Filme habe ich gesehen. Viele doppelt und dreifach. Als es en Vouge wurde alles im Original zu sehen, gehörte es ebenfalls zum guten Ton Serien im Original zitieren zu können.

Fernsehen hat jetzt ein Ende. Fernsehen ist tot. Wenige besitzen ein Fernseher, GEZ will ja auch keiner zahlen. Aber alle haben einen Computer und Internet. Spätestens seit "Sex and the City" weiß man auch, dass amerikanische Serien 10000000 fach besser sind als Deutsche (ausser "Tatort" vielleicht, aber das schaue ich nicht). Also wird gestreamt was das Zeug hält. In London begann ich "Modern Family" zu sehen (großartig) und "Neon Genesis Evangelion" (Anime) habe ich auch nach geholt.

"How I Met Your Mother" habe ich eh schon gesehen, jetzt nur regelmäßig auch auf englisch. In New York begann ich mit "Girls". Genial. Als ich mit Liebeskummer meine Wohnung in Berlin neu einrichtete schaute ich "Gossip Girl". Suchterregend. Und als ich mit David zusammen kam, zeigte er mir die erste Folge von "Game of Thrones".

Mittlerweile sieht mein Serienschedule so aus: #alltag Montag: "Game of Thrones", "Simpsons", "American Dad" und "Family Guy" (und "Girls" bevor die Staffel zu Ende war), Dienstag: "2 Broke Girls", Mittwoch: "Modern Family" und "New Girl" Donnerstag: "The Big Band Theory" und neuerdings wieder "Greys Anatomy". Zwischendrin geht immer mal ne Folge "Adventure Time".

Ausserdem schaue ich jetzt auch Breaking Bad. #party Eine Serie, die schon alle gesehen haben und so spannend ist, dass ich es kaum aushalte. Nur will mir niemand erzählen was passieren wird. Alle halten dicht.

Ich sollte mal wieder ein Buch lesen.