Ich arbeite an verschiedenen Arbeitsplätzen. Den Computer habe ich natürlich immer dabei. Seit meinem Vordiplom mache ich Arbeitsplatz-Selfies. Hier meine Auswahl. #arbeit
Ich arbeite mich gerade in Richard Floridas Theorien ein. #diplom

Tag 4

Wie will ich Arbeiten?

Mein Studium nähert sich dem Ende und ich frage mich vermehrt, wie ich arbeiten will. Für mich gibt es drei Möglichkeiten:

Erstens: Ich arbeite selbstständig. Das bedeutet, dass meine Kunden, die ich bis jetzt als Studentin betreut habe, mir jetzt mehr zahlen müssen, da meine Lebenshaltungskosten fast um das doppelte steigen werden. Ich müsste viel Zeit in die Akquise von neuen Kunden investieren und meine Buchhaltung selbst machen. Dafür Arbeite ich dann wahrscheinlich mehr als ein Angestellter und verdiene jeden Monat einen anderen Betrag. Reichen wird es aber erstmal nicht. Selbstständigkeit muss man sich hart erarbeiten. Es wächst der Druck alle Jobs machen zu wollen. Wenn man das einige Jahre durchhält, kann man sich bestimmt bald die Jobs selbst aussuchen, die man machen will. Vorteil ist natürlich, dass man sich seine eigenen Projekte schaffen kann. Nachteil, dass man in dieser Zeit wieder nichts verdient.

Zweitens: Ich werde Angestellte. #arbeit Ja, das Angestelltenleben ist süß. Man bekommt hoffentlich genug Geld, um seine Studentenbude zu verlassen, in einen schöneren Bezirk zu ziehen und das Bafög abzubezahlen. Aber wer stellt heute noch ein? Die meisten größeren Firmen befristen den Vertrag nur auf ein Jahr und wenn sie einen dann einstellen müssten, schlagen sie einem eine Freelace-Karriere im Haus vor. Nicht sehr traumhaft. Ausserdem hätte man dann wahrscheinlich keine Zeit mehr sich nach anderen Projekten umzusehen oder Eigenes zu starten. In der Firma in der ich zur Zeit als Vertretung ab und zu arbeite, haben die meisten überhaupt keinen Bock auf ihren Job. Sie kommen ins Büro, meckern den ganzen lieben langen Tag über Kleinigkeiten und finden dann auch noch, dass sie zu wenig Urlaub haben. Blüht mir das, wenn ich einen unbefristeten Vertrag bekomme? Gebe ich meine Leidenschaft damit auf? Oder ist es das, worauf ich hinstudiert habe?

Drittens: Ich mache was völlig anderes. Und das in Halbzeit. Ich könnte mir einen Job suchen, der nicht viel mit meinem Beruf zu tun hat, aber ausreichend einbringt, dass ich mich auf meine eigenen Projekte konzentrieren kann. Dieser dürfte nicht zu anstrengend sein, damit ich später noch Lust habe mich kreativ zu betätigen. Vielleicht kellnere ich wieder oder arbeite in einem Geschäft…aber ehrlich gesagt, will ich auch das nicht.

Ich stecke eh gerade in einem viel größeren Dilemma. Denn bevor ich mich mit dem „Danach“ beschäftige, muss ich mein „Jetzt“ regeln. #diplom