Meine Mitbewoherinnen und ich. Rebecca hat dieses Bild geschossen. #friends4ever
Rebecca und ich auf meiner Abschiedsparty in London.#friends4ever
Wiedersehen im Januar 2013. Es war kalt, es war wild. Es war wunderschön.#reisen #friends4ever
Wiedersehen im Oktober 2013. New York ist so geil, ich habs kaum ausgehalten wieder in Berlin zu sein.#reisen #friends4ever

Tag 105

Besuch aus ’merica

Ich habe Rebecca in London bei der Einführungsveranstaltung der Austauschstudenten kennengelernt. Sie saß in der Reihe vor mir. Eine kleine quirlige Frau mit einem feuerroten Afro. Später band sie ihr Haar zu einer Palme und legte ein Nackentattoo frei: „brooklyn“ stand da in kursiven Lettern.

Als 2012 ich mein Erasmus Aufenthalt in London plante, #reisen entschied ich spontan auch meine Schwestern in Costa Rica zu besuchen und meine neu gewonnen Freunde in New York, besser gesagt in Brooklyn zu besuchen. In voller Vorfreude auf den NYC Trip fotografierte ich den tätovierten Nacken.

Der Nacken gehört zu Rebecca, einer Fotografie-Studentin aus New York. Nein. Nicht zugezgen. Geboren und aufgewachsen in Brooklyn. Nicht im Hipster Brooklyn. In the hood. Ich liebte sie sofort. #berlin Ihre Gefühle für ihre Stadt sind die gleichen, die ich für meine habe. Wir lieben unsere Heimat abgöttisch und hassen alle, die die Mieten hochtreiben und uns Eingeborene verdrängen wollen.

Wir befreundeten uns auf Facebook und trafen uns abends zum saufen und tagsüber zum spazieren gehen. Auch im Kreise meiner #friends4ever Mitbewohnerinnen wurde Rebecca auf’s herzlichste aufgenommen. Auf diversen Partys wurden Küsse ausgetauscht. Wir wurden innerhalb kurzer Zeit eine sehr eingeschworene Clique. Es schmerzte sehr, als wir uns trennen mussten und Filipa und Carina in London verliessen.

Letztes Jahr fuhr ich mit David für 3 Tage nach London. Aber Rebecca fehlte. Umso glücklicher war ich, dass sie sich selbst eine Reise nach Berlin zum Uniabschluss schenkte. Sie buchte sich Berlin. Ich uns London. Wir fahren am Donnerstag los uns sehen unsere Bitches wieder! Ich kann es kaum abwarten bis Rebecca morgen ankommt.

Wenn man Besuch aus den kulturimperialistischen USA bekommt, will man seinem Gast vor allem eines beibringen:#berlin Deutschland ist ein freies Land. Man kann hier alles machen, was das Herz begehrt. Sogar auf den Straßen trinken und in Bars rauchen.

Ich habe 1000 und eine Sache vor, die ich Rebecca zeigen will. Sie wird drei Wochen in Berlin bleiben. Gerade lang genug um alles zu erleben, was man erlebt haben muss. Ich würde ja sogar ins Berghain gehen. Dann hab ich das endlich auch mal gemacht.

Berlin ist auch ein Ort, an dem man Amerikaner mit ihrer eigenen Geschichte konfrontieren kann. Immerhin wurden wir von den Amerikanischen Besatzer Truppen geprägt. Dazu gehört ein Besuch der Abhörstation auf dem Teufelsberg und die Mauer. Das werden wir alles machen.

Zu Berlin gehört auch Hamburg. Der Supervillain Berlins. #reisenDie kleinere Version Berlins. Berlin am Meer. Eine Stadt in der jeder achte gemeldete Einwohner super reich ist. Meine bisherigen Hamburg Reisen waren eine Katastrophe. Ich hoffe, diese wird besser.